Die Schafzucht in Ushuaia und auf Feuerland (Tierra del Fuego) blickt auf eine lange, dramatische Geschichte zurück, die das Gesicht dieser extremen Region im Süden Argentiniens und Chiles nachhaltig geprägt hat. Die großflächige Schafzucht begann am Ende des 19. Jahrhunderts. Da die raue Steppe im Überfluss vorhanden war, wurden riesige Mengen an Schafen importiert. Wolle und Fleisch wurden direkt von den Küsten aus mit großen Frachtschiffen – ähnlich wie auf dem Foto zu sehen – nach Europa exportiert. Für den Erfolg der riesigen Farmen (Estancias) beanspruchten europäische Siedler die Jagdreviere der indigenen Völker (wie der Selk'nam und Yámana). Da die Ureinwohner Schafe als "lahme Guanakos" jagten, kam es zu blutigen Konflikten und schließlich zur fast vollständigen Ausrottung der indigenen Bevölkerung. - Heute ist die Schafzucht in dieser Region aus verschiedenen Gründen nicht mehr rentabel. – Argentinien – 1973
Die Schafzucht in Ushuaia und auf Feuerland (Tierra del Fuego) blickt auf eine lange, dramatische Geschichte zurück, die das Gesicht dieser extremen Region im Süden Argentiniens und Chiles nachhaltig geprägt hat. Die großflächige Schafzucht begann am Ende des 19. Jahrhunderts. Da die raue Steppe im Überfluss vorhanden war, wurden riesige Mengen an Schafen importiert. Wolle und Fleisch wurden direkt von den Küsten aus mit großen Frachtschiffen – ähnlich wie auf dem Foto zu sehen – nach Europa exportiert. Für den Erfolg der riesigen Farmen (Estancias) beanspruchten europäische Siedler die Jagdreviere der indigenen Völker (wie der Selk'nam und Yámana). Da die Ureinwohner Schafe als "lahme Guanakos" jagten, kam es zu blutigen Konflikten und schließlich zur fast vollständigen Ausrottung der indigenen Bevölkerung. - Heute ist die Schafzucht in dieser Region aus verschiedenen Gründen nicht mehr rentabel. – Argentinien – 1973