Bogotá, mit ganzem Namen Bogotá de Santa Fe, ist unter den andinen Hauptstädten die kontrastreichste. Moderne Wolkenkratzer machen zusehends den kolonialen Repräsentationsbauten Konkurrenz. Seit 1932, vor allem aber nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine wirtschaftliche Entwicklung ein, die zur Bildung neuer Industrie- und Residenzviertel, aber auch riesiger Slums führte. Wenn die Stadt 1945 noch nicht eine halbe Million Einwohner aufwies, ist diese Zahl inzwischen auf über sieben Millionen angestiegen. Bogotá wurde von dem spanischen Eroberer Jimenez de Queseda bewusst mitten ins Herz des einstigen Chibcha-Reiches gebaut; es war deshalb lange Zeit auf den Dampfschiffverkehr auf dem Rio Magdalena angewiesen. Heute ist es dank der Eisenbahn sowohl mit der pazifischen wie der karibischen Küste verbunden, dem Personenverkehr dient vorwiegend das Flugzeug. - Buch: Bild 166 - Kolumbien - 1976